Tropenhaus am Rennsteig

Exotische Früchte und tropische Fische aus Franken

 

Saftige Papayas und frische Tropenfische aus eigener Zucht: Für die Weiterverwertung industrieller Abwärme erhält das Projekt Tropenhaus am Rennsteig den Umweltpreis 2008. Die Unternehmer wollen die Abwärme aus einer benachbarten Glasfabrik nutzen, um im Norden von Franken exotische Kost zu produzieren. 300 Tonnen Früchte in Bioqualität könnten mit der momentan ungenutzten Industrieabwärme pro Jahr in der Region am Rennsteig gewonnen werden.

Bild: Quelle Wirtschafts- und Strukturentwicklungsgesellschaft Kronach

Das Tropenhaus am Rennsteig soll neben der Glas-Produktion Heinz entstehen, um in einem 2600 Quadratmeter großen Gewächshaus das Abfallprodukt Abwärme zur Erzeugung von tropischem Klima einzusetzen. Die jährliche CO2-Reduzierung gegenüber einer konventionellen Erdgas-Heizungsanlage beträgt voraussichtlich 300 Tonnen.

 

Bislang gibt die Glas-Firma die bei Produktionsprozessen freigesetzte Wärme über Kühltürme an die Umwelt ab. Diese Abwärme könnte rund um die Uhr die Wärmeversorgung des Gewächs- und Zuchthauses sichern. Um die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region voranzutreiben, stellt Heinz-Glas die Abwärme dem Tropenhaus kostenlos zur Verfügung.

Bild: Quelle Wirtschafts- und Strukturentwicklungsgesellschaft Kronach

In einer Produktionsanlage, die Nährstoffe, Wasser und Energie in Kreisläufen mehrfach nutzt, soll nicht nur die Produktionsabwärme zur Heizung des Tropenhauses weiterverwertet werden. Auch Fisch- und Pflanzenproduktion werden durch Kreisläufe miteinander verbunden. Neben Fischfutter aus biologischem Anbau sollen auch überschüssige Pflanzenteile an die Fische verfüttert werden.

 

Die Produktion des Tropenhauses soll sich auf die vier ertragsstarken Früchte Bananen, Papayas, Guaven und Sternfrüchte konzentrieren. Die Fischzucht beschränkt sich auf den Tilapia-Fisch, eine Wärme liebende Buntbarschart.

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