Stadt Schwarzenbach an der Saale
Sauberes Wasser und saubere Energie
Abwässer noch vor der eigentlichen Kläranlage von starker Chemieverschmutzung befreien und damit gleichzeitig Biogas gewinnen - für dieses Bauprojekt erhält die Stadt Schwarzenbach a. d. S. den Umweltpreis 2008. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und unterstützt vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik (www.isah.uni-hannover.de) an der Leibniz Universität Hannover unter Leitung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Rosenwinkel und Frau Dr. Beier.
Das Projektteam freut sich über die Umweltpreis-Auszeichnung
Mit einer speziellen Abwasservorbehandlungsanlage sollen unter anderem die Abwässer der Hefefabrik Hagold, einem der Haupteinleiter der kommunalen Kläranlage, zusätzlich zur herkömmlichen Filterung behandelt werden. Damit wird zum einen die Ammonium- und die Chemische Sauerstoffbedarffracht reduziert, zum anderen entsteht Biogas, das zur Wärme- und Dampferzeugung genutzt werden kann. Durch ein neuartiges Reinigungsverfahren wird zusätzlich deutlich weniger Energie- und Schlammabfall erzeugt.
Die Vorteile der Anlage sind vielfältig: Sie benötigt nur ein Viertel der Energie einer herkömmlichen Nitrifikationsanlage, braucht keinen Kohlenstoff und der Anfall an überschüssigem Schlamm verringert sich deutlich. Auch die CO2-Emissionen sind geringer. Hinzu kommen der Gewinn von Biogas sowie finanzielle und wirtschaftliche Vorteile für Kommune und Hefefabrik.
Das Wasser der Stadt Schwarzenbach soll bald noch sauberer werden
In Bayern ist derzeit keine Anlage nach diesem Prinzip in Betrieb. Die Schwarzenbach-Anlage will eine Vorreiterfunktion sowohl im Testbetrieb wie im anschließenden Normalbetrieb übernehmen. Das Verfahren kann auf andere Fälle im industriellen beziehungsweise kommunalen Bereich übertragen werden.
